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Mac OS X als Client an einem Linux NFS-Server

Worum geht es hier ?
Es wird ein einfacher Weg beschrieben, einen Mac OS X Client (hier: 10.2.6) mit einem Linux Server (hier: SuSE 8.1) per NFS zu verbinden. Die Verbindung soll bereits beim Rechnerstart automatisch hergestellt werden.

Hierbei treten folgende zwei Probleme auf , deren Lösungen im folgenden Arikel erläutert werden:
  • Linux erwartet den Verbindungsaufbau auf einem privilegierten Netzwerk-Port (kleiner als 1024), Mac OS X benutzt jedoch per default höhere Ports.
  • Um auf die eigenen Dateien zugreifen zu können, müssen die Benutzer-ID und die Gruppen-ID übereinstimmen.
Anpassen der Benutzer- bzw. Gruppen-Id:
Jedem Benutzer ist eine eindeutige Zahl (Benutzer- oder User-ID) zugeordnet. Unix (also auch Mac OS X) erkennt anhand dieser Zahl, wem eine Datei gehört - zugeordnet ist.
Mit dem Konsolenbefehl "id" können Sie feststellen, welche Benutzer-ID (uid) der momentan eingeloggte Benutzer hat. Um auf Dateien zugreifen zu können, die man auf einem anderen Rechner liegen hat, muss diese Nummer auf beiden Systemen übereinstimmen (falls man nicht eine übergeordnete Verwaltungsinstanz benutzt). Desweiteren sollten natürlich das selbe Passwort und der selbe Benutzername verwendet werden.
Die Anpassung geschieht in zwei Schritten:
  • Ändern der Benutzer-ID mit Hilfe des Programms "Netinfo Manager" (Benutzername und Passwort sollte auf beiden Systemen gleich sein).
  • Das Privat-Verzeichniss auf den neuen Benutzer umstellen.
Dieser zweite Schritt ist nötig, da nach Schritt eins der Benutzer zwar die neue Nummer hat, seine Dateien aber noch die alte Nummer zugewiesen haben. Sie gehören also nicht mehr ihm!
Öffnen Sie ein Terminal, und machen Sie sich mittels "su" zu root. Lassen Sie das Terminal offen. Sie werden es später noch benötigen.
Klicken Sie im Netinfo Manager auf "Users" und dann auf den zu bearbeitenden User. Dieser hat eine Eigenschaft Namens "uid", der eine Zahl zugeordnet ist. Ändern Sie diese auf die Benutzer-ID, die Sie unter Linux haben.
Nun müssen Sie im Terminal das Homeverzeichnis des Nutzers "/Users/Benutzername" und alle darin liegende Dateien wieder dem Benutzer zuordnen. Wechseln Sie in das Verzeichnis "/Users/" und führen den Befehl "chown -R Benutzername" aus. Mit "ls -l" sollten Sie nun bei allen Dateien im Verzeichnis "/Users/Benutzername" wieder "Benutzername" als Eigentümer sehen.
Probleme können auftreten, falls Sie Dateien ausserhalb ihres Homeverzeichnisses angelegt haben. Diese müssen Sie evt. von Hand mit "chown" ändern.
Unter SuSE Linux ist die Hauptgruppe eines standardmäßig angelegten Benutzers "users" mit der Gruppennummer 100. Mit dem Befehl "id" in einem Terminal sehen Sie, ob das auch wirklich so ist. Es empfiehlt sich, diese Gruppe auch unter Mac OS X anzulegen, und den Benutzer dieser Gruppe zuzuordnen.
Hierzu gehen Sie im NetInfo Manager auf "groups" und fügen einen neuen Ordner hinzu. Dieser sollte folgende Eigenschaften haben (orientieren Sie sich an der Gruppe admin, diese ist ähnlich aufgebaut):
Eigenschaft Wert(e)
name users
gid 100
passwd *
users Benutzername(n)

Die NFS-Freigabe mounten:
Nun sind alle Vorbereitungen getroffen, die NFS Freigabe kann eingehängt werden. Auch dies geschieht im NetInfo Manager. Erzeugen Sie unter "mounts" einen neuen Ordner (falls mounts nicht existiert, legen Sie auch diesen an). Der neue Ordner sollte nun folgende Eigenschften bekommen:
Eigenschaft Wert(e) Kommentar
name nfsserver:/pfad/der/freigabe Natürlich ersetzen Sie den Servernamen (auch IP Adresse ist möglich) und den Pfad auf dem Server durch ihre Daten.
vfstype nfs  
dir /pfad/mountpoint An diesem Pfad wird das Verzeichnis eingehängt. Bitte beachten Sie, dass der Ordner von Mac OS X selbst angelegt wird, und nicht vorhanden sein muss. Vorsschlag: /Users/Name
opts -P Diese Option sagt Mac OS X, dass ein privilegierter Port verwendet werden soll.

Das wars!
Evt. sollten Sie den Rechner neu starten, um das Verzeichnis einzuhängen. Dabei ist es nützlich, das Logfile der Linuxmaschine zu beobachten, um eventuelle Fehler zu finden.
Falls Sie nach dem Neustart einen "jungfräulichen" Schreibtisch vorfinden, so sollten Sie die Benutzerrechte, und besonders den Besitzer Ihres Homeverzeichnises und der darin befindlichen Dateien überprüfen (auch die Versteckten).
Um mehrere Laufwerke zu mounten, müssen Sie einfach mehrere Einträge im Netfinfo Manager machen.
 
 
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